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Haus der Generationen geplant

Neuer Begegnungsort stärkt Bildungscampus

Katharina-von-Bora-Kita Gifhorn

Im Gebäude der jetzigen Kita Katharina-von-Bora soll ab Herbst 2026 das Haus der Generationen ansässig sein.

Die Stadt Gifhorn treibt die Entwicklung des Bildungscampus Süd weiter voran. Ein wichtiger Baustein soll künftig das „Haus der Generationen“ werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, Bildung, Begegnung und gesellschaftliches Miteinander stärker zu verknüpfen und Angebote für Menschen aller Generationen zu schaffen. Der Rat der Stadt Gifhorn hat gestern die Stadtverwaltung beauftragt, die für die Umsetzung des Konzeptes erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Zur Finanzierung könnten neben den aus Haushaltsmitteln der Stadt geplanten 10.000 Euro für den Erbpachtzins rund 60.000 Euro über drei Jahre aus Fördermitteln fließen. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. gestellt.

Ausgangspunkt für die Planungen ist die bevorstehende Schließung der Kindertagesstätte Katharina-von-Bora. Aufgrund dauerhaft geringer Nachfrage erfolgt diese in Abstimmung mit dem Träger, dem evangelisch-lutherischen Kitaverband Gifhorn. Die freiwerdenden Räumlichkeiten eröffnen die Möglichkeit, den Standort im Sinne der Gesamtentwicklung des Bildungscampus neu auszurichten und langfristig als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu sichern.

Solidarisches Zusammenleben und Teilhabe fördern

„Im Haus der Generationen sollen Gemeinschaft, Vielfalt und gegenseitige Unterstützung im Alltag erlebbar werden. Gleichzeitig bietet sich dadurch die Chance, den Bildungscampus Süd weit über seine Funktion als Bildungsstandort hinaus zu einem lebendigen Mittelpunkt des Quartiers zu machen“, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich.

Laut Konzept fungiert das Haus der Generationen als offener Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft. Zentrale Punkte sind Austausch und Begegnung, gegenseitige Unterstützung und die aktive Mitgestaltung des Quartiers. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen sollen die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam umzusetzen. Das Haus soll damit einen Beitrag leisten, soziale Kontakte zu fördern, Vereinsamung entgegenzuwirken und den Zusammenhalt im Quartier zu stärken.

Mögliche, im Konzept skizzierte Angebote sind:

  • Gemeinschaftsgarten: Im inklusiven Gartenprojekt können Nachbarn gemeinsam pflanzen, ernten und an Workshops rund um Nachhaltigkeit, Umwelt und Ernährung teilnehmen.
  • Demokratie vor Ort: Gesprächsrunden und Workshops bieten das Forum, aktuelle Themen, zu diskutieren und Lösungen für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.
  • Generationen lernen voneinander: Angebote fördern den Austausch zwischen Jung und Alt, zum Beispiel bei gemeinsamen Koch- und Bastelaktionen, Lesepatenschaften oder durch digitale Hilfen.
  • Café der Generationen: Das offene Nachbarschaftscafé soll zu Begegnung, Gesprächen und Veranstaltungen einladen und die Vernetzung stärken.
  • Nachbarschaftshilfe & Reparaturtreff: Von Hilfe beim Einkauf bis zum gemeinsamen Reparieren von Alltagsgegenständen, es sind vielfältige Angebote denkbar, die ein selbstbestimmtes und nachhaltiges Leben im Quartier unterstützen.

Wie die konkreten Angebote lauten, steht noch nicht fest. Sie sollen sich vor allem an den Bedarfen im Quartier orientieren und gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden. Das Campusmanagement der Stadt Gifhorn begleitet diesen Prozess.

Um das Projekt umzusetzen, werden nach dem Auszug der Kita im Juli noch im Sommer die Räume hergerichtet und nach den Bedarfen des Hauses der Generationen ausgestaltet. Die ersten Angebote starten voraussichtlich im Herbst.

Hintergrund:

Bereits im Juni 2024 hatte der Rat der Stadt Gifhorn beschlossen, die erforderlichen Schritte zur Entwicklung eines Bildungscampus auf dem Gelände rund um den Neubau der Hauptschule am Sportzentrum Süd einzuleiten. Seitdem arbeitet ein Steuerkreis mit den örtlichen Einrichtungen daran, das Quartier weiterzuentwickeln und vorhandene Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Dabei richtet sich der Blick bewusst über das eigentliche Campusgelände hinaus. Die Entwicklung soll den gesamten Sozialraum zwischen Altem Postweg und Herbert-Trautmann-Platz stärken und damit möglichst vielen Menschen zugutekommen.



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