Gifhorn redet nicht nur über Bildung. Gifhorn baut für gute Bildung – und das schnell und gut. Beim Richtfest der neuen Hauptschule verkündete Bürgermeister Matthias Nerlich zusammen mit Schulleiter Detlef Eichner und Markus Kellner, Geschäftsführer des Totalübernehmers Depenbrock die gute Botschaft. „Ich bin total beeindruckt. Wir sind absolut im Zeitplan und wir sind absolut im Kostenrahmen.“ „Was wir hier bauen, ist keine Luxusschule. Was wir bauen ist eine Schule für Jahrzehnte, mit der wir jungen Menschen die optimalen Startchancen in eine berufliche Zukunft geben“, betonte Nerlich. Im September 2026 startet der Schulunterricht in der neuen Hauptschule.
Mit der neuen Hauptschule wird Zukunft gebaut
Die Stadt baut eine zukunftsfähige und moderne Hauptschule für rund 400 Schülerinnen und Schüler. Sie kommen nicht nur aus Gifhorn, sondern aus dem gesamten Landkreis. Hier sollen insbesondere die jungen Menschen beste Lernbedingungen vorfinden, die später vor allem in die Ausbildungsberufe gehen wollen.
Neue Wege bei der Umsetzung:
Für die Realisierung der Hauptschule hat die Stadt einen ganz neuen Weg eingeschlagen.
Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens wurde ein Totalunternehmer gesucht, der die Schule plant und schlüsselfertig übergibt. Dem Verfahren war ein Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet. Sieger des Verfahrens ist der Bieter Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG. Im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens wurde er gemäß den veröffentlichten Bewertungskriterien ausgewählt. Er hatte das überzeugendste Raumkonzept erarbeitet.
Eine Arbeitsgruppe hat den Prozess von Anfang begleitet und in zahlreichen Diskussionen um das beste Gebäude und den besten Weg dorthin gerungen. Der Arbeitsgruppe gehörten Mitglieder der Verwaltung, Architekten, die Schule, Schüler, sowie Vertreter der Politik an, die über zwei Jahre lang das Konzept erarbeiteten.
Lernhaus statt Flurschule:
Ziel war, nicht nur ausreichend Räumlichkeiten (Allgemeine Unterrichtsräume, Fachunterrichtsräume etc.) zur Verfügung zu stellen, sondern ein Gebäude, dass das pädagogische Konzept der Schule widerspiegelt, eine so genannte Lernhaus-Schule. Die bauliche Umsetzung erfolgt auf Grundlage des pädagogischen Konzeptes.
Eine Lernhaus-Schule ist in Cluster aufgegliedert, die je nach Konzept in Jahrgänge oder nach Lernstand gegliedert sind. Es gibt Lerninseln nach dem Marktplatzprinzip und auch Toiletten an den Klassenräumen. Weitere Funktionsräume, wie z.B. Differenzierungsräume, ergänzen das Raumkonzept.
Die neue Schule will kein „Close Shop“ sein, sondern eine Schule, die sich nach allen Seiten hin öffnet.Die Schule versteht sich als Bildungscampus und Quartier-Zentrum, ein Herz für die Südstadt, das diebereits bestehenden Einrichtungen wie die Kita am Sportzentrum Süd, die Krippa Katharina von Bora, das DRK, die Fritz- Reuter-Realschule, die Kreisvolkshochschule und die Kreismusikschule, die Freizeit- und Bildungsstätte Grille, miteinbezieht.
Nachhaltig und vernetzt:
Der Neubau wird nach den neuesten Klimarichtlinien des Landes gebaut, wofür die Stadt eine Förderung in Höhe von rund einer Million Euro erhält. Eine Photovoltaik-Anlage auf der neuen KiTa am Sportzentrum Süd soll auch die Schule mit Energie versorgen.
Die Kosten:
Die Kosten belaufen sich auf knapp 31 Millionen Euro. Ein Teil der Kosten wird gefördert. Die Stadt erwartet eine Förderung von der Kreisschulbaukasse. Laut Satzung beträgt die Förderung für den Sekundarbereich 70 %.