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Mühlenaller: vom Kanal zum naturnahen Kleinod

Herzstück ist das "grüne Klassenzimmer"

Das Foto zeigt den Zustand der Mühlenaller während der Bauarbeiten.
Am Ufer der Mühlenaller: Bürgermeister Matthias Nerlich mit dem Team, das für die Renaturierung der Mühlenaller zuständig war.

Knapp vier Monate lang wurde gebaut und aus der kanalisierten Mühlenaller im Abschnitt zwischen dem Gerberwehr und der Brücke an der Konrad-Adenauer-Straßer ist renaturiertes Kleinod geworden. Bürgermeister Matthias Nerlich übergab den naturnah gestalteten und ökologisch aufgewerteten Gewässerbereich an die Gifhornerinnen und Gifhorner. Es ist eine perfekte Erweiterung zum Spielplatz, den die Stadt als erstes Highlight errichtet hat. 

„Vorher sah hier alles recht trostlos aus. Jetzt haben wir diesen Bereich aus dem Dornröschenschlaf geholt und die Lücke zwischen Schlosssee und Innenstadt geschlossen. Es ist  großartig geworden ist“, zeigte sich Bürgermeister Matthias Nerlich begeistert. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 350 000€. Möglich wurde die Maßnahmen dank einer Förderung aus dem Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel in Höhe von rund 280.000€.

Lebensraum Wasser - barrierearm zugänglich und erlebbar

Die Maßnahme wurde eng mit dem Eigentümer, den zuständigen Behörden des Landkreises und dem Aller-Ohre-Ise-Verband, der das Gewässer unterhält, abgestimmt.  Ziel des Projektes war, die Strukturvielfalt zu erhöhen und den Gewässerabschnitt ökologisch aufzuwerten. Für den naturnahen Ausbau wurden Totholz und Kies eingebaut.  

Das Abflussprofil wurde an einigen Stellen eingeengt, so erhöhen sich die Fließgeschwindigkeit und damit auch der Sauerstoffeintrag. In einem neu angelegten Auentümpel kann sich dank des wechselnden Wasserstandes eine eigene Flora und Fauna entwickeln.

Herzstück ist das so genannte „Grüne Klassenzimmer“, das für umweltbildende Maßnahmen und für die Veranschaulichung des Lebensraumes am Fließgewässer genutzt werden kann.  Seine Form erhält das grüne „Klassenzimmer“ durch eine stufenförmige Böschung aus naturbelassenen Robinienstämmen, die etwa 30 m lang ist. Eine zentrale, zehn Meter lange und zirka 80 cm hohe Stufe dient als „Tisch“ für die Umweltbildung im Freien. Große Findlinge ergänzen die Struktur.  Es ist nicht nur ein schöner Ort zum Lernen, sondern auch eine Einladung, um den Blick aufs Wasser zu genießen. 

Das wurde verbaut:
ca. 300 m Kokosfaschineneinbau am nördlichen Ufer

ca. 250 m Wassergebundene Wegedecke mit Holzeinfassung

ca. 255 to Wasserbausteine

ca. 120 to Kies für Kiesbänke im Unterwasserbereich

über 3.000 to Bodenbewegung innerhalb der Baustelle (südlich und nördliches Ufer)

ca. 1.000 to überschüssiger Boden abgefahren

Etablierung eines ca. 300m² großen Auentümpels

8 neu gepflanzte Schwarzpappeln

 

für das grüne Klassenzimmer:

über 30 Findlinge

über 100m Robinenstämme als Sitzgelegenheit



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