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Allerwelle - das neue Sport- und Freizeitbad in Gifhorn


Hier erhalten Sie Informationen zum Gebäude und können den Baufortschritt verfolgen in der Bildergalerie: Neubau Sport- und Freizeitbad Gifhorn
 
Daten zum Gebäude:

Grundfläche ca. 100m x 30m,
Bodenaushub zur Erstellung der Baugrube ca. 12.000m³,
ca. 6.000 m³ Beton werden verarbeitet.
  • Beginn der Abbrucharbeiten Freibadumkleide am 18.05.2009
  • Grundsteinlegung am 24.08.2009 (siehe Fotos in der Bildergalerie)
  • geplante Fertigstellung der Dachkonstruktion zum Jahreswechsel 2009 /2010
  • die geplante Eröffnung des Hallenbades (Mitte September 2010) muss aufgrund des langen Winters verschoben werden, bis dahin wird das bestehende Hallenbad und das Freibad nahezu ohne Einschränkung wie bisher weitergenutzt.

Die Allerwelle wird zukünftig von der neu gegründeten Parkraum- und Schwimmbadgesellschaft Stadt Gifhorn mbH betrieben. Hinweise, z. B. über Eintrittspreise und Öffnungszeiten können Sie voraussichtlich ab April 2010 auf der neuen Homepage der externer Link: öffnet im neuen BrowserfensterAllerwelle einsehen.


Bild: Grundriss Sport- und Freizeitbad Gifhorn 

Entwicklung des Projektes
 
Die Stadt Gifhorn verfügt über ein Hallen- und Freibad an der Konrad-Adenauer-Straße. Dieses Bad genügt nicht mehr heutigen Ansprüchen und befindet sich in einem schlechten baulichen und technischen Zustand.
Deshalb hat der Rat der Stadt Gifhorn am 21.05.2007 beschlossen, das bestehende Hallenbad durch ein Kombibad zu ersetzen.
Es schloss sich im Herbst 2007 ein einstufiger, beschränkter Realisierungswettbewerb in Form eines begrenzt offenen Wettbewerbes mit vorgeschaltetem VOF-Verfahren an, aus dem die Architekten Venneberg & Zech als 1. Preisträger hervorgegangen sind. Mit der Planung konnte Mitte Juni 2008 begonnen werden.

Ziele der Planung / Raumprogramm
  • In der Wettbewerbsauslobung wurden die allgemeinen Ziele der Planung wie folgt definiert:
    Auf dem Wettbewerbsgrundstück ist ein multifunktionales Sport- und Freizeitbad mit angeschlossener Gastronomie zu situieren.
  • Das bestehende Hallenbad muss bis zu der Fertigstellung des neuen Bades weiter betrieben werden können.
  • Die bestehenden Freibadgebäude (Eingangsgebäude, Umkleiden etc.) werden vor Baubeginn abgerissen; die Flächen können in die Planung des neuen Bades einbezogen werden.
  • Das neue Bad soll sich städtebaulich, funktional und architektonisch in die örtliche Situation einpassen und dem gesamten Entwicklungsgebiet als eigenständige Initiative für die weiteren zu entwickelnden Flächen dienen.

Zur architektonischen Konzeption
 
Durch die örtlichen Gegebenheiten in Verbindung mit dem Wunsch des Bauherrn, das alte Bestandshallenbad während der Bauzeit des neuen Bades noch in Betrieb zu halten, verbleibt ein vergleichsweise schmales, sehr tiefes Baufenster für die Disposition des Neubaus.
Es entsteht eine klare Reihung der verschiedenen Badangebote, die so auch akustisch und thermisch getrennt voneinander betrieben werden können.
Als markante Silhouette erhebt sich die Dachschwinge über der in der Tiefe entwickelten, gereihten Badelandschaft, während sich die dienenden Räume wie Foyer, Verwaltung, Küche und Umkleiden als reine eingeschossige „Zweckbauten" teils um die Badelandschaft herumlegen.
Durch diese klassische Baukörpergliederung - dienende Räume eingeschossig, Badelandschaft zweigeschossig - ist eine Rundum-Besonnung der Badelandschaft sichergestellt, so dass eine unverwechselbare sonnendurchflutete Atmosphäre gewährleistet ist.
Dabei bietet das geschwungene Dach nicht nur eine einprägsame, charakteristische Form mit Wiedererkennungswert von außen, sondern bewirkt darüber hinaus von innen betrachtet eine Reduzierung von „Flatterechos" und schafft einprägsame Räume von insgesamt fast 100 m Länge mit Zonierungen.
Die Dachschwinge gewinnt im Bereich des Freizeitbades an maximaler Höhe, ermöglicht so dreidimensionales räumliches Wahrnehmen - Galerien mit Liegen oben - und bestmögliche Rundum-Sonne! ... Alles natürlich auch unter dem Aspekt größtmöglicher energetischer Gewinne.
Durch die Reihung der verschiedenen Badeangebote in Verbindung mit den dazwischen liegenden raumbildenden Elementen ist eine ganz natürliche Separierung der Bereiche möglich (unterschiedliche Temperierung, Schallschutz, Einsichtnahme etc.)- So kann den unterschiedlichen Nutzergruppen einerseits optimal Rechnung getragen werden, andererseits aber auch ein Raumkontinuum angeboten werden, das ganzheitlich genutzt werden kann.

Städtebauliche Grundüberlegungen
 
Für den Ankommenden präsentiert sich das Haus äußerst einladend durch die große Eingangsrampe und „Freibadarkaden". Die Arkaden bilden einen räumlichen Abschluss des Freibadebereiches zum Platz hin und bilden trotz einladender Geste durch den Höhenunterschied gemeinsam mit der Brüstungsmauer die notwendige Trennung im Sinne einer Eingangskontrolle zum Freibad.
Ingesamt verbleibt ein weitgehend vom Autoverkehr freier Vorplatz, zu dem sich das Haus mit „Freibadarkaden" und großer Rampe in jeder Hinsicht einladend präsentiert. Großgrün bildet eine weiche südliche Platzbegrenzung. Die Anlieferung erfolgt östlich des Hauses, publikumsabgewandt. Dort ist auch neben dem Vorplatz eine 2. Feuerwehrzufahrt mit Wendehammer vorgesehen.

Innenräumliche Grundüberlegungen
 
Durch die zuvor beschriebene Gebäudestruktur sind die innenarchitektonischen Qualitäten bereits vorstrukturiert und allgemein beschrieben.

Darüber hinaus ergeben sich im Einzelnen folgende Besonderheiten:

  • Im Freizeitbereich attraktive raumbildende Elemente (Arkaden, Galerien, Treppen, Brüstungen, Einbauten), die eine dosierte Differenzierung des großen Raumes im Sinne gewünschter Erlebnisfülle gewährleisten.
  • Wandschotten unter der Galerie bilden „Familienlogen" in frei möblierbarer Form. Hier ist die „Inbesitznahme" von Unterräumen gewünscht.
  • Die Grotte stellt sowohl für die Badenden als auch für die zur Galerie gelangenden Gäste eine Attraktion mit Herausstellungsmerkmal dar.
  • Kleinkinder ganz bewusst einmal am Foyer als nachhaltige Attraktivitätssteigerung im Foyer für Wartende.
  • Luftiger Gang von Umkleiden zum Freibad durch Abkleidung des hier recht großen Beckenumganges. Nördliches Schwimmerbecken wird im Sommerbetrieb stillgelegt, so dass dieser Gang keine funktionalen Zusammenhänge trennt.
Im Freibad liegt dieser Zugang zu den Umkleiden an prominenter Stelle im Höhenversatz zwischen den beiden großen Außenbecken, die aus wirtschaftlichen Gründen erhalten bleiben.

Funktionales
 
Leitung und Verwaltung direkt am Foyer, Badeshop als Vitrinen in Westwand des Foyers atmosphärisch steigernd integriert.
Die Gastronomie wie die Spinne im Netz direkt am Freibad und am Freizeitbereich des Hallenbades; gleichzeitig aber auch mit eigenständigem Bistrobereich im Foyer. Badaufsicht zentral zwischen Freizeit- und Lehrschwimmbecken und in direkter Anbindung an den Technikkeller. Ein zweiter Aufsichtsraum ist am Kopf der „WC- und Duschspange" zwischen Schwimmer- und Lehrschwimmbecken eingerichtet worden. Der Sanitätsraum und ein zusätzliches Personal-WC ist nördlich der Umkleiden untergebracht. So kann ein Verletzter „ohne Aufsehen" versorgt werden.
Dort ist auch ein zusätzlicher Gruppeneingang für Schüler und Vereine vorgesehen, um die sonstige Infrastruktur „zu schonen".

Barrierefreiheit
 
Für Besucher ist das gesamte Badeangebot barrierefrei ausgebildet, wenngleich die Galerie aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen nicht barrierefrei erschlossen ist. Dies erscheint deshalb unproblematisch, da der überwiegende Teil der Galeriefläche für Ruheliegen vorbehalten ist, die sich in größerer Anzahl auch im EG befinden.
Im Einzelnen sind folgende Qualitäten im Entwurf berücksichtigt:
  • bequemer Treppeneinstieg in das Schwimmerbecken
  • Hubboden im Lehrschwimmbecken bis auf Niveau des Beckenumgangs 
  • zusätzlicher Raum für den Wechsel und das Parken der Rollstühle
  • Behindertenumkleide und Behinderten-WC mit Dusche

Wettkampftauglichkeit
 
Für den örtlichen Schwimmverein wird die wettkampftaugliche Ausführung des Schwimmerbereiches realisiert. Für die Bahnenleinen wird eine im Boden versenkbare Konzeption ausgeführt.
Die Mehraufwendungen für exakte wettkampftaugliche Beckenabmessungen nach KOK-Richtlinie werden berücksichtigt einschließlich der Auftragsstärke der durch die Nutzer in die Becken zu hängende Anschlagpads.

Umkleiden
 
Es entstehen ca. 26 Einzelumkleiden, 8 Familienumkleiden, ca. 245 ganze Garderobenschränke, ca. 240 halbe Garderobenschränke (in Gruppenumkleiden) und ca. 20 m Banklänge in den Gruppenumkleiden.


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